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Heftnummer 188 bestellen
 
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 E  D  I  T  O  R  I  A  L  

 

 

Vor 18 Jahren, im August 1999, fand die sogenannte «Nostradamus-Eklipse» statt und sorgte für viel Diskussionsstoff. Es war die in neuerer Zeit wohl aufsehenerregendste Sonnenfinsternis in unseren Breiten, die – weil bei uns in Mitteleuropa und in vielen anderen Ländern gut sichtbar – auch vom Mainstream der Medien breit diskutiert wurde. Die Schutzbrillen waren damals ausverkauft, die Spekulationen über mögliche Katastrophen wucherten. In ASTROLOGIE HEUTE hatte der englische Astrologe Dennis Elwell bereits zehn Jahre zuvor erstmals auf diese Eklipse (und die zugehörige Mondfinsternis vom Juli 1999) aufmerksam gemacht, die ihren speziellen Namen von einigen Zeilen der berühmten prophetischen Gedichte des französischen Astrologen Michel de Nostredame bezog, welche diesem Geschehnis zugeordnet werden konnten. 18 Jahre entsprechen der Zeiteinheit von Saros-Zyklen. Somit gehören die beiden aktuellen Finsternisse vom 7. August (Mond) und vom 21. August (Sonne) zur selben Eklipsenfamilie wie jene von 1999. [S. 10 ff.] Sie reihen sich ein in eine Kette interessanter Finsternisse, die zu markanten Momenten der jüngeren Weltgeschichte stattfanden, wie Claude Weiss in seinem Beitrag «Die Ahnenreihe der Eklipsen vom August 2017» anschaulich schildert. [S. 16 ff.] Warum er der Nostradamus-Sonnenfinsternis vom 11. August 1999 nun einen neuen Namen verleiht, können Sie ab S. 20 nachlesen.

Verdunkelungen der Lichter am Himmel sind wie solche im normalen Leben des Menschen: Sie werfen ihn auf sich selber zurück. Der Mensch denkt dann über sich und sein Schicksal nach. Oder sollte es zumindest. Der Sinn des Lebens muss ja immer wieder neu gesucht und gefunden werden; mindestens alle 18 Jahre. Gestern wurde am Radio die Frage gestellt, was ein Historiker wohl machen würde, wenn man ihn zur Zukunft befragte. In die Vergangenheit schauen, war meine spontan gedachte Antwort. Das machen auch die Astrologen. Mit dem Wissen um die planetaren Zyklen und jene der Sonnen- und Mondfinsternisse haben sie aber seit alters ein Instrumentarium zur Hand, mit dem die Spiegelung von Vergangenem zu Zukünftigem besser gelingen kann. Dabei geht es darum, die Augen offen zu halten und die Zeichen der Zeit(en) zu lesen. Natürlich ist das ein schwieriges Unterfangen. Die Losung lautet, dass es etwas Tröstliches hat, wenn wir unser menschliches Sein als eingebettet in den grossen Fluss des Lebens mit all seinen Erkenntnischancen und damit als etwas Folgerichtiges sehen können.

Licht in der Dunkelheit des Enigmatischen wünschen wir Ihnen auch bei der Lösung unseres astrologischen Kreuzworträtsels. [S. 8] Wie bei Eklipsen, sind wir auch hier aufgefordert, den Blick vom Äusseren des leeren Gitters voller Fragen in unser Inneres des gehorteten Schatzes mit richtigen Antworten zu wenden. Sofern vorhanden. Ansonsten lohnt sich bei einem Kreuzworträtsel der Blick ins Lexikon. Die Lösung lautet, dass es etwas Tröstliches hat, das Auge auf ein Licht am Himmel zu richten, wenn Dämmerung und Nacht uns zu überwältigen drohen.

Armando Bertozzi
Redaktor

  


Armando Bertozzi, von 1976 bis 1981 Kurse in Astrologie, Alchemie und Kabbala; 1980 bis 1988 Redaktor und Mitherausgeber von «Essentia – Zeitschrift für evolutionäre Ideen»; seit 1989 Chefredaktor von ASTROLOGIE HEUTE (E-Mail: Armando Bertozzi)

 

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