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Nr. 202, 2019, Dez. / Jan. Inhalt
 
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 E  D  I  T  O  R  I  A  L  

 

 

Wir stehen auf der Schwelle vor dem Eintritt in ein neues  Jahrzehnt, das mit dem astrologischen Paukenschlag einer Saturn/Pluto-Konjunktion dramatisch eingestimmt wird. Wachet auf, ruft uns die Stimme. Es ist Zeit, besinnt euch! Das Chaos muss eine Ordnung finden, denn dies ist bekanntlich der Anfang alles Neuen. Noch gibt es keine feste, verlässliche Struktur, aber die soll ja nun von Saturn im Steinbock-Zeichen geschaffen werden. Im Verbund mit Pluto ist da eine enorme Kraft vorhanden, welche Chancen schafft, indem sie Versäumnisse und Gefahren an die Oberfläche, das heisst ins Bewusstsein bringt. Es ist gewissermassen der Kampf von Licht und Finsternis. Das Dunkle ist die Bedrohung einer mit dem Makel vergangener Sünden behafteten, unwägbaren Zukunft – das Helle ist der Himmel der Hoffnung, ein trotziges Trotzdem, ein Wünschen und Vertrauen in jene geheimnisvolle Kraft, die «stets das Gute schafft». Doch sie fordert zum Handeln auf: «Im Anfang war die Tat» (Faust). Pluto ist mythologisch der Gott der Unterwelt, und dort in der Tiefe hortet er einen Schatz. Es ist das Gold der Läuterung: nämlich der Einsicht, wie man aus dem Schlamassel wieder rauskommen könnte.

Die Metapher von Licht und Finsternis – diese magische Korrelation, Urbild alles Gegensätzlichen – gehört besonders in die Phase des Jahreswechsels, wenn zur Sonnenwende die Macht der Dunkelheit er­stirbt und dem neuen Schein weichen muss. Es sind Tage der Einkehr, der Rückschau und des Vorausblickens. Ein guter Moment für alle Zeitgenossen und -genossinnen, sich auf das Kommende einzustellen. Es ist die Zeit der magischen Rauhnächte [S. 29 ff.], in der das Bewusstsein sich auf das neue Jahr richtet. Es ist die Zeit des Wahrsagens, des Zeichendeutens und der Vorbereitung. Ein guter Moment für alle Astrologen und Astrologinnen, ins neue Jahr zu blicken und die Möglichkeiten und Gefahren auszuleuchten, indem sie die Sterne konsultieren [S. 4 ff., S. 12 f., S. 14 ff., S. 17 ff.].

Die Sterne geben die Orientierung und zeigen, wo der Weg langgeht. Wir berichten in diesem Heft auch über den Themenkreis von Saturn, Pluto und Steinbock aus ganz eigenen Blickwinkeln, etwa Claude Weiss in seinem Artikel «Saturn Konjunktion Pluto: Wenn der persönliche auf den kollektiven Schatten trifft» [S. 22 ff.] oder Verena Bachmann in ihrem Beitrag «Saturn und das Steinbock-Zeichen» [S. 48 ff.].

2020 – endlich mal wieder ein Jahr mit einer schön anzusehenden Zahl, welche Harmonie ausstrahlt. Rund und schön wie der Mond (selbst wenn nur halb zu seh’n), es ist ja ein Mond-Jahr. Auch wenn das traute Bild trügerisch ist und der Blick in die Welt in vielfacher Hinsicht deprimierend (Saturn/Steinbock), so dürfen wir den Kopf heben und auf den Finger des Engels achten: Er könnte uns eine neue Botschaft künden.

Armando Bertozzi
Redaktor

  


Armando Bertozzi, von 1976 bis 1981 Kurse in Astrologie, Alchemie und Kabbala; 1980 bis 1988 Redaktor und Mitherausgeber von «Essentia – Zeitschrift für evolutionäre Ideen»; seit 1989 Chefredaktor von ASTROLOGIE HEUTE (E-Mail: Armando Bertozzi)

 

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